Wandel oder Fehlschlag? – die Hoffnungen und Sorgen bei der Adaption digitaler Innovationen

Die Digitalisierung ist ein Leitthema für die Wirtschafts- und Innovationspolitik in Thüringen. Sie erreicht alle Wirtschaftsbranchen und verändert unternehmerische Prozesse, Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen. Dabei stellt sich gerade für kleine und mittlere Unternehmen in Thüringen die herausfordernde Aufgabe, den digitalen Wandel nicht nur im eigenen Unternehmen umzusetzen. Auch in Prozessen der überbetrieblichen Zusammenarbeit soll durch die Digitalisierung eine noch schnellere, einfachere und vertrauensvollere Kooperation geschaffen werden, von der alle beteiligten Partner profitieren können. Doch keine Technologie kann ohne die Akzeptanz ihrer Nutzer erfolgreich eingeführt werden. Ein Wandel unternehmerischer Prozesse ist bei Chefs wie bei Angestellten stets mit Hoffnungen auf neue Chancen als auch mit Sorgen vor Umbrüchen verbunden.

Collaborative Analysis Lab (CoALa) – ein Instrument zur Messung der Akzeptanz

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT), repräsentiert durch das Geschäftsfeld „Human-Centered Media Technologies“, ist Projektpartner des Fördervorhabens zum „Decentralized Business Communication Protocol“ (DBCP). Das Institut ist den Nutzerbedürfnissen auf der Spur und erfasst die persönliche Haltung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zur Bedeutung digitalisierter Geschäftsprozesse und der überbetrieblichen Zusammenarbeit mit Partnern auf Basis des DBCP. Dabei wird das vom IDMT entwickelte Erhebungsinstrument Collaborative Analysis Lab (CoALa) verwendet. CoALa ist ein empirisches Messinstrument, das auf der anerkannten psychologischen Repertory Grid Methode (Kelly, 1955) basiert. Das Repertory Grid Verfahren eignet sich besonders gut, um unbewusstes Wissen und Bedürfnisse zu erheben und kommunizierbar zu machen. Die Methode erfasst nicht nur die Nutzer-Bewertungen selbst, sondern zeigt auch die Gründe auf, die zu einer Bewertung geführt haben. So können die Hoffnungen und Sorgen der Befragten gegenüber einer dezentralen überbetrieblichen Zusammenarbeit gut abgebildet werden. Mit dieser Methode wird das Maß der Akzeptanz der Blockchain-Technologie inklusive der Gründe dafür bestimmt.

Quelle:
Kelly, G. A. (1955). The psychology of personal constructs. New York: Norton.

Über den Autor: Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT), repräsentiert durch das Geschäftsfeld „Human-Centered Media Technologies“, ist Projektpartner des Fördervorhabens zum „Decentralized Business Communication Protocol“ (DBCP) und fokussiert sich auf die nutzerzentrierte Innovationsforschung.

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