Vermietung von Arbeitsbühnen mit DBCP

Als ein geeigneter Business-Use-Case, um das Potential zur Anwendung des Decentralized Business Communication Protocols im Anwendungsfall eines Geschäftsprozesses zu verdeutlichen und greifbar zu machen hat sich ein Dienstleister für den Bereich Gabelstapler, Lagertechnik und Arbeitsbühnen für die Miete einer Arbeitsbühne entschieden. Für diese bewusste Entscheidung sprechen mehrere Gründe. Die Vermietung ist ein standardisierter Prozess im Massengeschäft, mit mehreren tausend Vorgängen pro Jahr. Es sind Prozessschritte vertreten, die Kommunikation und Transaktionen sowohl intern, innerhalb einer Abteilung, genau wie abteilungsübergreifend, sowie extern, unternehmensübergreifend, erfordern. Es besteht hoher Abstimmungsbedarf unter den Akteuren, der aktuell zumeist sequentiell per Telefon oder E-Mail erfolgt, und auch eine Vielzahl an Dokumenten in Papier oder Datenform und deren Austausch mit sich bringt. Die befragten Kollegen der Disposition, als Prozesshauptbeteiligte, sehen aktuell ein (Miss-)Verhältnis von 30:70 zwischen Kernvorgängen, wie Auftragserfassung, Beratung und Angebotserstellung, und den administrativen Tätigkeiten. Ein Handlungsbedarf aus Unternehmenssicht ist gegeben.
Vermietung einer Arbeitsbühne
Die Prozessbeschreibung des Mietprozesses einer Arbeitsbühne beim Anbieter gibt den realen, aktuellen IST-Zustand des Business-Use-Cases wieder. Die Basis zur Modellierung bildete die offizielle, vom QM-Beauftragten freigegebene Prozessbeschreibung. Um die tatsächliche Anwendung der einzelnen beschriebenen Schritte im Alltag gegen zu prüfen und evtl. nötige Aktualisierungen und Anpassungen offenzulegen, wurden die am Prozess beteiligten Mitarbeiter, gemeinsam mit einem ebenfalls am DBCP-Projekt beteiligten Mitarbeiter befragt.
Anhand der Funktionalitäten und Vorteile, die DBCP im Geschäftsprozess ermöglichen kann, wurden die nachgenannten Ansatzpunkte im Bühnenmietprozess für den Einsatz des DBCP ausgemacht:
  • Geschäftspartner finden
  • Verfügbarkeitsprüfung
  • Vertrag schließen
  • Vertragsausführung
  • Einfache und rechtssichere Verlängerung und Abmeldung
  • Überwachung und Dokumentation der Vertrags- und Maschinendaten
  • Schadensabwicklung
  • Abrechnung

Schaffung einer Prototyp-App

Um eine vereinfachte und somit schneller verfügbare Lösung zu Test- und Demonstrationszwecken nutzen zu können, wurden zunächst die Teilprozesse der Anbahnung und des Vertragsschlusses, sowie Subprozesse wie Werkstattvorbereitung, Abrechnung und Schadensabwicklung nicht in die Ausgestaltung des Prozesses eingebunden. Der Fokus wurde damit auf den Teilprozess der An-, Abmeldung und Übergabe der Arbeitsbühne gesetzt. Dieser erstreckt sich von der Bereitstellung der Maschine durch LINDIG, dem Transport zum Einsatzort, über die Nutzung durch den Kunden hin zur Rückführung. Vorteile dieser verschlankten Lösung ist, dass trotzdem alle Hauptakteure des Gesamtprozesses beteiligt sind, also sowohl interne, wie externe Transaktionen stattfinden.
Die internen Prozessdefinitionen dienten als Grundlage zur Codierung der Prototypen-App auf Basis des DBCP, die als Showcase zuerst bei der IT-Leistungsschau im April 2018 in Erfurt präsentiert wurde. Zugleich dient sie als Testversion für den Praxiseinsatz.
DBCP zur Vermietung von Arbeitsbühnen