EVAN.Network – Für ein vernetztes Europa

Die Technologie der Blockchain soll die Kommunikation und Geschäftsabwicklung von Unternehmen im B2B-Bereich effizenter und sicherer gestalten… Aber wie sieht eine konkrete Umsetzung dieser Technologie aus und welche Branchen können davon profitieren? Das EVAN.Network liefert diese und weitere Antworten.

 


Was ist das EVAN.Network?

In einer zunehmend vernetzten Welt wird der Wettbewerbsdruck stetig größer. Um wettbewerbsfähig zu sein, benötigt fast jedes Unternehmen ein flexibles Netzwerk von Partnerorganisationen, um Dienstleistungen und Produkte auf der ganzen Welt anzubieten. Es braucht ein Ökosystem für vertrauensvolle und effiziente Zusammenarbeit, um die Marktmacht jedes einzelnen Unternehmens zu erhöhen.
Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen wird durch das EVAN.Network, auf Basis der Blockchain-Technologie, manipulationssicher, vertrauenswürdig und digitalisiert abgebildet. Dabei spielt es an dieser Stelle keine Rolle, ob alle Partner mit ihren Systemen an die Blockchain angeschlossen sind oder nicht. Diese Möglichkeit stellt einen Meilenstein in der Geschichte dar, sodass Unternehmen effizient zusammenarbeiten können, ohne ihre Souveränität über ihre eigenen Daten und unabhängig von der technologischen Reife der verschiedenen Partner zu verlieren.
Die Zusammenarbeit mit Partnern basierend auf dem EVAN.Network schafft zudem Möglichkeiten für neue kooperative Geschäftsmodelle. Die Dienstleistungen verschiedener komplementärer Unternehmen werden in einem Angebot gebündelt und ermöglichen es Unternehmen, ein breites Spektrum an umfassenden Dienstleistungen anzubieten.

Ein dezentrales Netzwerk entsteht

Das EVAN.Network setzt auf der Ethereum-Blockchain auf. Der Initiator des EVAN-Network, die Contractus GmbH, verwendet allerdings nicht direkt die öffentliche Chain von Ethereum. Vielmehr wurde diese Blockchain als Grundlage genutzt und anschließend für den Einsatz im EVAN.Network abgewandelt und optimiert.
Für den Betrieb der Netzwerk-Blockchain werden die sogenannten „MasterNodes“ zuständig sein, die von glaubwürdigen europäischen Organisationen betrieben werden. So soll eine sichere, zuverlässige und vertrauenswürde Blockchain für B2B-Transaktionen im europäischen Raum gewährleistet werden. Aufbauend auf dieser Blockchain wird das Netzwerk dann als Dezentrale Autonome Organisation (DAO) betrieben, welche klaren Regeln folgt, als Smart Contracts verschlüsselt sind und von den Betreibern der MasterNodes festgelegt werden. Mit bereitgestellten Funktionalitäten (Services) wie “Digital Twin Contracts” oder sicherem Datenaustausch macht das EVAN.Network die Blockchain-Technologie potentiell für jedes Unternehmen bereit. Basierend auf dem Ökosystem des Netzwerks kann fast jedes Unternehmen seine eigenen Subnetze in allen Branchen aufbauen, in denen die Zusammenarbeit mit Partnern wichtig ist. Contractus als Initiator beschränkt sich hier ganz bewusst nicht auf einzelne Branchen. Vielmehr soll das EVAN.Network mit seiner Blockchain eine Grundlage sein, auf welcher anschließend konkrete und differenzierte Geschäftsmodelle sowie Prozesse aufgebaut werden.

 


Illustration: EVAN.Network

Alles nur Träumerei?

Das EVAN.Network ermöglicht, dadurch dass manuelle Prozesse durch digitale Transaktionen abgelöst werden, Kosten einzusparen. Unternehmen arbeiten digital und automatisiert zusammen, ohne dass sie dabei ihre Datenhoheit verlieren. Sie organisieren sich in Netzwerken, um gemeinsam dem globalen Wettbewerb zu trotzen. Schließlich ermöglicht die Kooperation im Netzwerk Unternehmen, bestehende Kunden zu binden und neue, bisher unbekannte Kunden zu gewinnen. Diese Vorteile konnten in verschiedenen Pilotprojekten bereits getestet und angeboten werden.

Weitere Informationen und Quellen:
EVAN.Network
medium.com
elektroniknet.de

Über den Autor: Mark Straßburg

Mark Straßburg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur E-Commerce / E-Business der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Darüber hinaus betreut er die DBCP Community-Website als Community-Administrator und -Manager.

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